Seine Weichen gestellt in Richtung Kommunalwahl 2011 hat der NPD-Kreisverband Goslar auf seiner Jahreshauptversammlung am 27. Februar. Neben Gästen aus den Kreisverbänden Nordhausen und Harz konnte als Redner des Abends der Abgeordnete und Parlamentarische Geschäftsführer der NPD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern, Stefan Köster, begrüßt werden.
In seinem Rechenschaftsbericht stellte der Kreisvorsitzende Patrick Kallweit die Arbeit des im Sommer 2009 neu gegründeten Kreisverbandes dar. Neben der Unterstützung der Landtagswahlkämpfe in Thüringen und in Sachsen galt es für den jungen Kreisverband zunächst einen Bundestagswahlkampf mit bescheidenen finanziellen Mittel zu führen. Dennoch konnte ein landesweit vergleichsweise enormer Materialausstoß im kurzen und intensiven Bundestagswahlkampf gewährleistet werden, wodurch der Harz letztendlich auch als »Hochburg« weiter gefestigt werden konnte. Auch über den Bundestagswahlkampf hinaus könnte die Öffentlichkeitsarbeit der letzten Monate, vor allem auch im Hinblick auf das Vienenburger Nachrückerverfahren, durchaus als beachtlich bezeichnet werden, so Kallweit, der in der folgenden Neuwahl des Vorstandes mit voller Stimmzahl als Vorsitzender bestätigt wurde. Dem Vorstand gehören außerdem ein Stellvertreter und zwei Beisitzer an.
Der Mecklenburger Landtagsabgeordnete Stefan Köster stellte in seiner Rede u. a. auch ausgehend von der parlamentarischen Plattform die Möglichkeiten und die Notwendigkeit nationaler Politik dar. Köster machte hierbei deutlich, dass eine Zusammenarbeit verschiedener Strömungen der deutschen Nationalen zwar richtig und wünschenswert sei, aber auch dieser Wunsch an Grenzen stoßen würde. So dürfe, ganz gleich ob man sich als Nationalist oder Wertekonservativer bezeichnet, niemals aus den Augen verloren werden, dass unser Volk heute wie nie zuvor durch systematische Einwanderung in seiner Substanz bedroht sei. Wer dies nicht erkenne, handele letztlich nicht im Interesse unseres Volkes und unserer Heimat und mit dem sei daher auch keine Zusammenarbeit möglich. Insbesondere seien hierbei die so genannten „Pro-Bewegungen“ gemeint, nach deren Ansicht beispielsweise allein die Konfession eine größere Rolle spiele als die kulturelle Herkunft. Unter solchen Voraussetzungen sei ein Angebot der Zusammenarbeit seitens der NPD nicht machbar, so der Abgeordnete.
Ferner betonte Köster die Wichtigkeit des Ausbaus der kommunalpolitischen Verankerung, die ein Schlüssel zum überregionalen Erfolg sei. Diesen Worten schloss sich auch der alte und neue Kreisvorsitzende an, der seinerseits nochmals deutlich unterstrich, dass bereits in den bevorstehenden Wochen und Monaten vieles im Hinblick auf die Kommunalwahl im Herbst nächsten Jahres auf den Weg gebracht werden müsse. „Sowohl die aktuelle Selbstdemontage der SPD in der Kreisstadt Goslar, wie auch das schwer erklärbare Berufungsverfahren in Sachen Nachrückerrecht in Vienenburg können in nächster Zeit den Stoff für die Veränderung von Mehrheitsverhältnissen in den fast durchweg von Roten dominierten Gremien innerhalb des Landkreises Goslar liefern“, man werde deshalb jeden Vorgang sehr genau beobachten und mit Nachdruck in die Öffentlichkeit bringen, so Kallweit. Der KV Goslar werde zur nächsten Kommunalwahl auch über Vienenburg hinaus Kandidaten an den Start bringen. Durch das Zählverfahren Hare-Niemeyer würden »kleine« Parteien erheblich begünstigt, so dass ein Einzug überall dort mehr als realistisch sei, wo eine Kandidatur zustande käme, so der Vorsitzende weiter. Im Schlusswort wurde nochmals der Anspruch unterstrichen, dass Goslar weiterhin erkennbarer Schwerpunkt nationaler Aktionsentfaltung sein werde.
Für die Unterstützung des noch jungen Kreisverbandes Goslar in den vergangenen Monaten bedankt sich der Vorstand bei seinen Mitgliedern, sowie bei seinen Freunden und Kameraden aus den Kreisverbänden Harz und Nordhausen.