NNZ wünscht sich engagierte Leser

NNZ wünscht sich engagierte Leser

…so titelte die nnz-online zum Jahreswechsel.

Es war eher ein Hilferuf der Redakteure. Es ging um die vor kurzer Zeit eingeführte „Kommentarfunktion“. So freute man sich zu Einführung dieser Funktion noch über die zunehmende Leserschaft, welche anfänglich doch recht regen Gebrauch von der Möglichkeit machte, eigene Meinungen zu Artikeln der Onlinezeitung kund zu tun.

Allerdings wird den regelmäßigen Nutzern dieses Angebotes auch aufgefallen sein, dass man es vorzog unter sich zu bleiben. So wurden „führenden Vertretern der Nordhäuser NPD“, so der Wortlaut von Peter-Stefan Greiner, die Accounts unter fadenscheinigen Begründungen gelöscht.

Ungeachtet des Inhalts der eingestellten Kommentare, wurden diese ersatzlos, beziehungsweise unkommentiert gestrichen. Ebenso empfand man es als „kleine“ Provokation, dass wir uns anstelle mit Nicknamen mit unserem „Klarnamen“ geoutet hätten. Nun, man kann es wohl keinem recht machen!

Vielleicht machen sich die Herren Redakteure doch einmal Gedanken über Sinn und Unsinn ihrer Funktion. Einigen aufmerksamen Lesern ist offenbar die Lust vergangen, ihre Zeit und Energie in sozialkritische Kommentare zu investieren, mit der Aussicht, zensiert und damit letztlich ignoriert zu werden.

Vielleicht ist das ja einer der Gründe, warum „diese anfängliche Nutzung nicht kontinuierlich fortgesetzt wurde (nnz)“.

Auch die Angst der nnz, von den „Braunen“ unterwandert zu werden, ist selbstverständlich unbegründet. Wir wissen unsere Zeit sinnvoller zu verbringen und uns mit ernsthaften politischen Themen auseinander zu setzen, anstatt mit Herrn Greiner „Hase und Igel“ zu spielen.

Werte Herausgeber der nnz, vielleicht ein bisschen weniger Zensur und Zurückhaltung und ein wenig mehr Toleranz, dann klappt´s auch mit den Lesern!!!

Roy Elbert