Flüchtlinge herzlich Willkommen – aber auf gar keinem Fall bei mir!

Flüchtlinge herzlich Willkommen – aber auf gar keinem Fall bei mir!

So kann man das Abstimmungsverhalten der Gutmenschen von CDU, Linken, SPD, Freie Wähler/FDP und Grünen in der letzten Kreistagssitzung umschreiben. Grund war ein Antrag der NPD-Gruppe an den Kreistag mit folgendem Wortlaut: „Weltoffenheit und Toleranz“

 

Der Kreistag Nordhausen beschließt:

Jedes Kreistagsmitglied, der Landrat und die hauptamtlichen Beigeordneten nehmen freiwillig auf Grund der momentan angespannten Situation bei der Unterbringung neu ankommender Flüchtlinge in ihren privaten Räumlichkeiten

Asylbewerber auf. Dabei ist auch die Verköstigung der freiwillig aufge-     nommnen Menschen durch die Gastgeber zu gewährleisten!

Begründung:

Die Anzahl mutmaßlicher Asylanten polarisiert momentan innerhalb der Gesellschaft sehr stark. Inzwischen gibt es nur noch Befürworter und Gegner der derzeitigen Asylpolitik. Viele Steuerzahler bringen kein Verständnis mehr dafür auf, die steigenden Lasten für etwas zu tragen, das sie nicht gewollt und mitentschieden haben. Aus diesem Grund wäre es wünschenswert, geradezu vorbildlich, wenn jene die diese schrankenlose Zuwanderung wünschen auch dafür aufkommen. Die Befürworter sollten ihren vielen leeren Worten nun endlich auch Taten folgen lassen!

Das Mitglied des Kreistages Alexander Lindemann brachte mit einer sehr eindringlichen Rede den NPD-Antrag ein. Im Folgenden seine mündlichen Ausführungen zur Kreistagssitzung:

 

Herr Landrat, Frau Vorsitzende, werte Kreistagsmitglieder,

auf Grund des derzeitigen ungebremsten Zuzugs von Flüchtlingen wird unsere Gesellschaft zunehmend polarisiert. Selbst die Presse spricht inzwischen nur noch von Flüchtlingen und nicht mehr von Menschen welche Asyl suchen, wohlweislich daß man bei dem überwiegenden Teil der hier ankommenden wohl getrost von Wirtschaftsflüchtlingen sprechen kann. Die Bürgerinnen und Bürger sind inzwischen nur noch Befürworter oder Gegner des Massenansturmes von Menschen aus aller Herren Länder. Es ist angesichts der inländerfeindlichen Politik der momentan regierenden sogenannten Volksvertreter mehr als verständlich, daß viele Steuerzahler kein Verständnis mehr für ständig steigende Asylkosten aufbringen, die sie nicht gewollt und mitentschieden haben. Aus diesem Grund wäre es vorbildlich wenn jene die schrankenlose Zuwanderung wünschen auch hierfür aufkommen würden.

Es sollen nicht nur leere Worte der dem Zuwanderungswahn verfallenen Mitglieder dieses Gremiums im Raum stehen. Vielmehr geht es jetzt darum, der Mehrheit der Bevölkerung die nicht an das von Ihnen permanent verbreitete Märchen des an Leib und Leben bedrohten Asylanten glaubt zu zeigen, daß Sie mit gutem Beispiel vorangehen, und das Umsetzen für das Sie sich gebetsmühlenartig einsetzen!

Wer Flüchtlinge will soll diese auch aufnehmen und bewirten!

Deshalb ist es wünschenswert wenn alle Mitglieder des Kreistages, einschließlich der beiden hauptamtlichen Beigeordneten, die sich für eine Willkommenskultur für Jedermann einsetzen auch selbst Flüchtlinge aufnehmen und versorgen würden.

Unser Antrag trägt dem Verursacherprinzip Rechnung. Werden Schaden verursacht muß auch zwingend dafür aufkommen.

Es darf nicht außer Acht gelassen werden daß die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien eine Mitverantwortung für die Flüchtlingskrise tragen. Bereitwillig wird jeder Militäreinsatz der Bundeswehr in der NATO begrüßt und ab genickt. Sie als Mitglieder dieser Parteien tragen daher genauso eine Verantwortung an dem Leid und der Not der Menschen die hier nach Europa fliehen. Wer schweigt stimmt zu! Darum zeigen Sie Weltoffenheit und Toleranz gegenüber jenen Menschen die ihr Hab und Gut verloren haben!

Aus diesem Grund kann man nur an Sie sehr geehrte Damen und Herren appellieren; lassen Sie Worten nun Taten folgen!

Im Voraus schon recht herzlichen Dank für die Zustimmung zu unserem Antrag im Namen der bedürftigen und traumatisierten Flüchtlinge welche nun eine wohl behütete Bleibe in Ihren Haushalten bekommen werden.

Leider ging dann die Hilfsbereitschaft doch nicht so weit wie so oft gepredigt, und vor allem von anderen immer verlangt wird.

Der Antrag wurde, wie fast zu erwarten war, von der Mehrheit der anwesenden Mitglieder des Kreistages abgelehnt. Einzig die beiden NPD-Abgeordneten stimmten für den Antrag welcher ein deutliches Signal hätte sein können.

So wurde aber wieder einmal deutlich wo das eigentliche „Pack“ zu Hause ist (sogenannte demokratische Parteien), und dazu noch ein ganz verlogenes!