Demonstration zur Stadtratssitzung

Demonstration zur Stadtratssitzung

Am 26.11.2014 fand im Bürgersaal der Kulturbibliothek die 6. Sitzung des Stadtrates der Stadt Nordhausen in dieser Legislaturperiode statt.
Im Vorfeld hatten sich etwa 200 Anhänger des Fußballregionalligisten „Wacker Nordhausen“ in der Nähe des Sitzungsortes zu einer Demonstration eingefunden.
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Kurz und knapp – trotzdem sehr amüsant!

Kurz und knapp – trotzdem sehr amüsant!

sektAm heutigen Tag fand die konstituierende Sitzung des Nordhäuser Stadtrates für die Legislaturperiode 2014 bis 2019 statt. Geladen hatte der Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen, Dr. Zeh (CDU), in das Regenbogenhaus in den Nordhäuser Stadtteil Ost.
Die Tagesordnung war sehr übersichtlich da es vorrangig um die fristgerechte Vereidigung der jetzigen Stadtratsmitglieder ging.
Leider konnten sich die Scheindemokraten die obligatorische Jammererklärung über den Wiedereinzug der Nationaldemokraten in den Nordhäuser Stadtrat nicht ersparen. Zur tragischen Figur wurde an diesem Tag der SPD Mann Dr. Maximilian Schönfelder, und das an seinem 78. Geburtstag. Als ältestes Mitglied des Stadtrates hatte er den Auftrag die Erklärung zu verlesen. Das er sich dabei sichtlich unwohl fühlte konnten alle Anwesenden sehen, noch dazu weil er hinter dem für ihn viel zu großen Rednerpult auch kaum zu sehen war.
Nachdem er den vorgefertigten Text verlesen hatte herrschte einen Moment absolute Stille. Keiner im Saal wusste so recht mit der Situation umzugehen. Nach ca. 20 Sekunden waren die verwirrten Altkommunisten der Mauermörderpartei „Die Linke(n)“ die Ersten die Herrn Dr. Schönfelder für seinen peinlichen Auftritt ein wenig Applaus spendeten.

Ansonsten gab die Tagesordnung der ersten Sitzung des neuen Stadtrates keine weiteren erwähnenswerten Tagesordnungspunkte her.
Nach etwa 80 Minuten war die Veranstaltung vorbei. Im Anschluss an den nichtöffentlichen Teil lud der Oberbürgermeister Dr. Zeh (CDU) noch zu Rotkäppchen-Sekt und Radeberger Bier auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Nordhausen ein.
Der Stadtrat der NPD, Ralf Friedrich, nahm an diesem illustrem Beisammensein nicht mehr teil und zog es vor den Heimweg anzutreten.

Rede des „parteifreien Kameraden“ Alexander Lindemann

Rede des „parteifreien Kameraden“ Alexander Lindemann

Hier nun wie angekündigt, auch die Worte des zweiten Redners während der Gedenkveranstaltung am 3.Aptil 2013, anlässlich der Bombardierung Nordhausens vor 68 Jahren. Die Rede des Vertreters der parteifreien Kräfte unseres Landkreises, Alexander Lindemann.

 

Ich grüße euch Volksgenossen, Bürger der Stadt Nordhausen

So wie ich an diesem heutigen Tag bei Gesundheit und bei Kräften, doch auch in Gedanken versunken auf den Straßen dieser Stadt schreite, das Minimalste und Einfachste meiner Pflicht erfüllend, so schweife ich innerlich ab in eine Zeit, da die um mich herum stehenden alten Gebäude zu Staub und Asche gebombt in sich zusammen gestürzt und in Trümmern liegen.

Ich sehe vor meinem geistigen Auge leblose Körper, grausam zugerichtet, zur Unkenntlichkeit verbrannt, unter Schutt begraben. Da ragt eine Hand aus den Trümmern. Andernorts sehe ich in das Gesicht eines Mädchens, kaum älter als 10 Jahre. Ihre Augen scheinen mich ungläubig anzustarren, mit einem entsetzten und fragenden Blick, so als ob ich Ihr eine Antwort darauf geben könnte, was um Sie herum gerade geschehen ist.

Ich ringe selbst mit der Fassungslosigkeit, welche sich beim Anblick in das Antlitz des Mädchens in mir mit schleichendem Grauen ausbreitet. Ich kann Ihr diese Frage nicht beantworten und selbst wenn… Sie würde es nicht mehr wahrnehmen können.
Ihre Augen verraten es mir, dass Sie ihren Geist schon vor Stunden aushauchte, nachdem Sie sich vor dem hereinbrechenden Tod vom Himmel nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Nun wird mir bewusst, dass diese entsetzten und fragenden Blicke von allen Seiten her auf mich eindringen.

Es sind dies nicht die mit Leben erfüllten Blicke, welche sich mir an diesem heutigen Tage im Kreis meines Volkes präsentieren. Nein, diese mich leer und durch mich hindurch anstarrenden Augen spiegeln den blanken Hass wider, welcher sich in einer einzigen Mordorgie aus dem ergrauten Himmel ergoss, spiegeln die Angst wider, welche durch die brennenden Straßen peitschte, spiegeln den Schmerz wider, der sich mit Feuer und Eisen in die Körper von Männern und Frauen, Mädchen und Jungen, Greisen und Babys hineinbohrte und hineinfraß!

Die Luft brennt wie Glut in meinen Lungen und gräulich färbt sich meine Haut, während das Glas aus den umliegenden Fenstern rinnt. Ascheregen bedeckt mein Haupt und die Hitzewelle lässt alle Tränen sofort verdampfen. Während der pechschwarze Himmel keinen Laut mehr preisgibt, gellen Schreie der Verzweiflung, der Pein und des Sterbens durch die leblosen Gassen. Menschliche Fackeln kreuzen meinen Weg durch die Hölle, die in dieser Stadt Fleisch geworden ist.

Panische Mütter versuchen vergebens, ihre vom Phosphorbrand erfassten Kinder zu retten und dem Flammentod zu entreißen. Meine Schritte werden schwer und langsam, weil der Asphalt unter meinen Füssen schmilzt.

Die Schreie der Verwundeten, der Gepeinigten und im Geiste auch der Toten dringen nur noch spärlich hörbar an mein Ohr, ehe sie sich in der Ferne des undurchsichtigen Nebels verlieren. Was folgt, ist Stille …

Wir, die Lebenden, können nur erahnen, was sich damals in den Straßen und Gassen, die durch unsere Anwesenheit heute mit Leben erfüllt werden, abgespielt haben mag. Doch kann kein Geschichtsbuch, keine Fotoaufnahme und kein Tondokument ein realeres Zeugnis ablegen, als die Gedankengänge der eigenen Vorstellungskraft, wenn man sich im Geiste in jene Zeit begibt, wo die Bomben und mit ihnen der Tod vom Himmel fiel, in dem kein Gott die Nacht erhellte.
Für uns Lebende und Angehörige des deutschen Volkes mag dies aber auch trotz unserer Vorstellungskraft und der überlieferten Fakten, welche uns ein Bild des flächendeckenden Bombenterrors über den Deutschen Städten liefert nicht fassbar, fühlbar oder auch nur entfernt nachvollziehbar sein, so wie es geschah und wie es von tausenden Menschen erlebt wurde. Doch rufen wir uns die Tatsache in unsere Gedanken, wie viele Deutsche allein an diesem Ort, an dem wir hier stehen, ihr Leben lassen mussten, während Nordhausen durch den Weltenfeind demokratiereif gebombt wurde, so brauchen wir keine wie auch immer geartete Rechtfertigung mehr, hier stehen und gedenken zu dürfen.
So wie wir die Blicke der hier qualvoll in den Flammen Umgekommenen in unseren Gedanken und in unseren Herzen spüren, so spüren wir auch ihre geistige Anwesenheit, wie Sie mit uns zusammen stehen, als Volk in der Vergangenheit und in der Gegenwart vereint. Ihre fragenden und prüfenden Blicke geben uns und vielleicht auch manchen Bürger, der unsere hier gelebten Taten am Fenster stehend, von der warmen Wohnung aus beobachtet, einen Einblick in das tiefe Verständnis dafür, warum das, was wir hier tun, weder sinnlos, noch umsonst ist.

Das Andenken der Toten zu wahren, welche nicht nur in Nordhausen, sondern überall dort, wo Fragmente deutschen Leidens sich wie Säure in die Geschichte unseres Volkskörpers geätzt haben, ihr Leben ließen, weil Sie nichts anderes als Deutsche waren; dies sei uns als Lebende und sich Erinnernde, als Zurückblickende und Angehörige eben jenes Volkskörpers, der allein seiner bloßen Existenz, seiner Fähigkeiten und seiner Schaffenskraft wegen mehr als einmal schon beinahe in die totale Auslöschung gedrängt wurde, als immerwährende Pflicht auf unsere Fahnen, im Fleische wie im Blute geschrieben, solange wir leben!

Einen einfacheren Befehl, den uns unser Gewissen in unsere Herzen sendet, kann man nicht ausführen. Jener Befehl, der da lautet:

Vergesst NIEMALS unsere treuen Toten! Vergesst NIEMALS, warum Sie gefallen und brutal dahingemordet wurden.

Der in aufrechter Pflichterfüllung auf dem Schlachtfeld angetretene Soldat, wie die fleißige Mutter, die daheim die Kinder versorgte und den Hof bewirtschaftete. Sie alle haben unserem Volk durch ihre gelebten Taten und all die Entbehrungen bis hin zum Tode und weit darüber hinaus ein Gesicht gegeben.

Unser geistiger Schwur gebietet es uns, in dieses Gesicht schauen zu können, ohne sich der Blicke unserer Toten aus der Vergangenheit schämen zu müssen!

Alle Zweifler und „braven Bürger“ hingegen, welche vor lauter geheuchelter Scham wegen der verfälschten Geschichte unseres Volkes die Blicke aus der Vergangenheit verdrängen, um sich der einzig wahren Verantwortung zu entziehen, sollen jedoch wissen, dass diese Blicke auch dann unablässig auf Ihnen ruhen werden, wenn ein neues Zeitalter für uns Deutsche angebrochen und auch die kleinste Erinnerung an den alles verschlingenden Welten– und Völkerfeind in einem einzigen Feuersturm zu Staub und Asche verbrannt sein wird!

Man kann nicht verhindern, dass das Erbe der Toten sich einst mit uns erhebt – Man kann nicht verhindern, dass Deutschland lebt!

Nun zum Schluss noch ein Zitat – eines, in meinen Augen Kriegsverbrechers und Menschenfeindes! Dem Oberbefehlshaber der Westalliierten und späterem US-Präsidenten, Dwight David Eisenhower.

„Unser Ziel ist die Vernichtung von so viel Deutschen wie möglich. Ich erwarte die Vernichtung jedes Deutschen westlich des Rheins und innerhalb des Gebietes, das wir angreifen.“

Nach einem Wehrmachtsberichtes vom 4. April ´45 –

die Tagesmeldung: „vom Westen Einflug von 700 Amerikanern gegen Kiel und 150 Briten gegen Nordhausen, dies war der zweite schwere Luftangriff auf Nordhausen innerhalb von zwei Tagen. Bilanz des Angriffes; etwa 8.800 Menschen verloren ihr Leben und es gibt in der mit 60.000 Menschen total überfüllten Stadt nur noch 2.300 unbeschädigte Wohnungen!“

Wir Deutschen waren das Ziel in den Bombennächten vom 3. und 4. April über Nordhausen. Nicht der Kohnstein oder die dortige V2 Entwicklung! Wir Deutschen sind auch heute noch das Ziel der Vernichtung und dagegen gilt es sich zur Wehr zu setzen.

So wie einst unsere Väter!

 

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